Kochen beim Camping - Welcher Herd eignet sich am besten?

Aktualisiert am: 27.02.2021

Auf der Suche nach dem besten Camping Herd stellt vor allem die Wahl der richtigen Energieversorgung die größte Herausforderung dar. Ob Sie besser mit Gas oder Strom kochen sollten, hängt von den Gegebenheiten und den persönlichen Vorlieben ab.

Auch beim Zelten müssen Sie nicht auf einen heißen Kaffee am Morgen oder eine warme Mahlzeit am Mittag verzichten. Wir erklären, für wen sich welcher Camping Herd am besten eignet und worauf man beim Kauf achten muss.

Campingherde Testsieger 2021

Gaskocher + Koffer + 4 Gaskartuschen

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Gas Campingkocher, aus Stahlblech, 1 Flamme, Abmessungen: 34 x 25,5 x 11,1 cm, Gewicht: 1,85 kg, Wärmeleistung: 2,2 kW, inkl. Transportkoffer, inkl. 4 Gaskartuschen, mit Piezozünder

Klassischer Gaskocher mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis: Mit den kompakten Abmessungen und dem geringen Gewicht ist der Campgas Gaskocher

der ideale Begleiter auf allen Campingausflügen. Egal ob als zusätzliche Kochstelle auf dem Campingplatz oder beim Wildcampen mit Zelt: Er ist überall einsetzbar und durch den Betrieb mit Gaskartuschen vollkommen autark.
Die Käufer schätzen die einfache Handhabung, zu der auch eine Piezozündung gehört. Sie erleichtert nicht nur die Handhabung, sondern erhöht auch die Sicherheit des Gerätes. Den Koffer empfinden die Nutzer als sehr praktisch für die Aufbewahrung und den Transport.
Die Funktionalität des Campgas Gaskochers kann den Ansprüchen von sehr vielen Nutzern gerecht werden. Die hohe Leistung von über 2.000 Watt führt jedoch – wie einige Nutzer bemerkten – zu einem vergleichsweise hohen Verbrauch, wenn das Gerät auf voller Leistungsstufe betrieben wird.
Trotz seiner unscheinbaren Optik reicht der Gaskocher aus, um beispielsweise Nudeln darauf zu kochen. Auch bei Wind büßt er kaum an Leistung an, wie den Rezensionen zu entnehmen ist. Vorteilhaft ist auch, dass sich der Campgas Gaskocher dank seiner einfachen Inbetriebnahme auch für Anfänger gut eignet.
Gelegentlich bemängeln die Nutzer Probleme mit der Temperatureinstellung. In einigen Fällen kam es zu Defekten, die entweder vorzeitig auftraten oder schon im Auslieferungszustand vorhanden waren. Davon war vor allem der Piezozünder betroffen, der in Einzelfällen ausfiel.

Vorteile:
  • hohe Wärmeleistung (2,2 kW)
  • inkl. Transportkoffer und Gaskartuschen
  • kompakte Abmessungen und geringes Gewicht
  • mit Piezozünder
  • einfache Handhabung, auch für Anfänger

Nachteile:
  • gelegentlich Defekt im Auslieferungszustand
  • selten Ausfall des Piezozünders
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Petromax Raketenofen rf33

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Feststoffkocher, 1 Flamme, aus Edelstahl und Gusseisen, Abmessungen: 30 x 35 x 26 cm, Gewicht: 7,5 kg, Wärmeleistung: abhängig vom Brennstoff ca. 1,5 kW oder mehr

Sehr heiß dank Kamineffekt: Der Petromax Raketenofen

ist ein Feststoffkocher, der von den Nutzern vorzugsweise mit Holz betrieben wird. Dank des Kamineffektes weist er eine hohe Wärmeabgabe auf, die abhängig vom gewählten Brennstoff ist.
Begeistert sind die Nutzer nicht nur von der Wärmeleistung, sondern auch von der Geschwindigkeit, mit der sich der Petromax Raketenofen anheizen lässt. Durch das Gewicht von 7,5 kg ist das Modell stabil und standfest. In Kombination mit dem massiven gusseisernen Aufsatz kann der Feststoffkocher problemlos einen Dutch Oven tragen, so die Käufer.
Stabile Metallhenkel mit Holzgriffen erleichtern den Transport; sogar dann, wenn der Kocher noch heiß ist. Die Außenflächen sind zwar isoliert, werden laut der Rezensionen aber trotzdem sehr heiß. Berühren sollte man den Ofen während oder kurz nach dem Gebrauch deswegen nur an den Griffen.
Dass der Petromax Raketenofen sparsam im Verbrauch ist, gefällt den Nutzern ebenfalls. Neben Holzstücken verbrannten sie mit Erfolg Zapfen, Äste, Zweige, Rinde und Pellets. Dass durch das nachhaltige, natürliche Brennmaterial die Umwelt geschont wird, ist ein angenehmer Nebeneffekt.
Das bereits erwähnte recht hohe Gewicht fiel Nutzern auf dem Campingplatz weniger unangenehm auf. Sie berichten, dass sie das Modell aufgrund seiner Leistung problemlos als einzige Kochgelegenheit einsetzen konnten.
Fürs Trekking oder zum Zelten wäre er vielen Käufern jedoch zu schwer. In Einzelfällen wurde bemängelt, dass der Ofen schnell ausgeht und dass er stark rauchen würde. Hier ist entweder von vereinzelten Verarbeitungsfehlern oder einer falschen Handhabung auszugehen.

Vorteile:
  • erreicht sehr schnell hohe Temperaturen
  • hohe Wärmeleistung (abhängig vom Brennmaterial)
  • einfach anzuzünden und zu verwenden
  • nachhaltig und umweltfreundlich
  • sehr stabil, standfest und tragfähig

Nachteile:
  • Hohes Gewicht (7,5 kg)
  • sehr selten überdurchschnittliche Rauchentwicklung
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MEDION MD 15324 Doppel-Induktionskochplatte, 3500 Watt, Zwei Kochplatten, 10 Temperaturstufen, LED Display, schwarz

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Elektrokocher mit Induktion, Ceranfeld, 2 Kochplatten mit Ø 20 cm, Abmessungen: 60,3 x 3,55 x 7 cm, Gewicht: 5,5 kg, Wärmeleistung: 3,5 kW

Camping Kocher mit Induktionsfeld: Die einfache Bedienung und die flexiblen Einsatzmöglichkeiten waren für viele Nutzer der MEDION MD 15324 Doppel-Induktionskochplatte

das kaufentscheidende Kriterium. Dass das Gerät auch jenseits der Campingsaison eingesetzt werden kann, sorgt für viele gute Bewertungen.
Diese beziehen sich vor allem auf den störungsfreien und zuverlässigen Betrieb. Die Größe empfinden viele Käufer als angemessen und auch für den Betrieb im Wohnwagen nicht zu ausladend. Durch die flache Bauweise kann es nach Gebrauch einfach im Campingschrank verstaut werden.
In Kombination mit hochwertigem Induktionskochgeschirr lassen sich Speisen sehr schnell mit der MEDION MD 15324 Doppel-Induktionskochplatte erwärmen. Die Feineinstellung der Temperatur erfolgt über 10 bzw. 8 Stufen und ist bis auf eine Ausnahme für die Käufer ausreichend gewesen.
Dass sich die Kochplatten nach dem Ausschalten innerhalb von Minuten abkühlen, kann viele Nutzer überzeugen. Generell ist die Sicherheitsausstattung für Familien mit Kindern ein großer Vorteil. Die Herdplatten schalten sich nach kurzer Zeit automatisch ab, wenn man das Kochgeschirr vom Herd nimmt.
Dass die MEDION MD 15324 Doppel-Induktionskochplatte bei jeder Temperatureinstellung einen Piepton von sich gibt, führte in einigen Fällen zur Kritik. Die Lüfter sind ebenfalls gut hörbar, sodass von einer leisen Betriebsweise nicht die Rede sein kann.
Das Touchdisplay wirkt hochwertig und modern und kann mit seiner Optik viele Käufer überzeugen. Allerdings ist es laut einiger Rezensionen bei heller Sonneneinstrahlung schwer ablesbar. In sehr seltenen Fällen kam es vor dem Ablauf der Garantiezeit zu Totalausfällen des Gerätes.

Vorteile:
  • heizt sehr schnell auf
  • kühlt nach Gebrauch schnell ab
  • automatische Abschaltung, wenn der Topf vom Herd genommen wird
  • hohe Leistung (3,5 kW)
  • sehr einfache und sichere Bedienung

Nachteile:
  • laute Lüfter, nervige Pieptöne
  • Touchdisplay im Sonnenlicht schwer ablesbar
  • sehr selten Totalausfälle
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Camping Herd kaufen – Für das leibliche Wohl beim Camping

Wer einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil mit eingebauter Küche besitzt, verfügt in der Regel auch über einen fest installierten Gasherd. In einem umgebauten Van oder Campingbus ist das jedoch nicht immer der Fall. Eine Kochgelegenheit ist jedoch vor allem bei längeren Campingausflügen unverzichtbar, damit man nicht auf heiße Getränke und warme Mahlzeiten verzichten muss.

Auf dem Markt sind zahlreiche verschiedene Varianten erhältlich, die zumeist mit Gas oder Strom betrieben werden. Hat man beides nicht, kann man auf einen Feststoffkocher ausweichen oder einen Grill verwenden.

Nicht jede Art des Camping Herds ist dabei für alle Bedürfnisse gleich gut geeignet. Neben der Energieversorgung muss man sich die Frage stellen, ob die Kochgelegenheit fest installiert oder mobil sein soll, ob sie eine Ergänzung oder Alleinlösung darstellen soll und wie viel Komfort man sich beim Kochen auf dem Campingplatz wünscht.

Wichtige Anforderungen an eine Kochgelegenheit im Wohnmobil

Ganz unabhängig von der Leistung und dem Energieträger muss eine Kochgelegenheit beim Camping gewisse Anforderungen erfüllen. Neben der Sicherheit spielen auch gesetzliche Bestimmungen eine große Rolle.

Das gilt im besonderen Maße für den festinstallierten Camping Herd im Wohnwagen oder Wohnmobil. Einen Gasherd darf man selbst anschließen, allerdings muss die Installation von einem Fachmann abgenommen werden. Zusätzlich steht alle zwei Jahre eine Gasprüfung an.

Auch der TÜV interessiert sich bei der Hauptuntersuchung des Wohnwagens für den Camping Herd. Wie dieser dabei bewertet wird und welchen Stellenwert er hat, hängt auch von der Prüforganisation ab.

Die größte Gemeinsamkeit: Für eine Zulassung des Wohnmobils bestehen sowohl die DEKRA als auch der TÜV Rheinland auf eine fest eingebaute Kochgelegenheit. Der TÜV Nord hingegen hält auch einen mobilen, einflammigen Gaskartuschen Kocher für ausreichend, wenn dieser während der Fahrt sicher untergebracht werden kann. Eine stabile, standsichere Unterlage zum Kochen muss man ebenfalls nachweisen können.

Alternativ zum fest installierten Herd besteht man TÜV Süd hingegen die HU auch mit einem Spirituskocher. Dieser muss jedoch für den Gebrauch in Innenräumen zugelassen, fest verschraubbar und auslaufsicher sein.

Wer eine Zulassung für einen Camperselbstbau oder einen umgebauten Bus benötigt, sollte sich vor der Hauptuntersuchung genau mit den Bestimmungen der gewählten Prüforganisation auseinandersetzen.

Gasherd für Wohnwagen und Wohnmobil

Einbaugaskocher für Wohnwagen und Wohnmobil sind zumeist aus Edelstahl gefertigt und werden an die vorhandene Gasversorgung angeschlossen. Der Betrieb erfolgt mit Gasflaschen, die die meisten Camper ohnehin im Wohnwagen mit sich führen.

Weil sie unabhängig vom Stromnetz sind, können sie auf jedem Campingplatz oder beim Wildcampen betrieben werden, solange für die Gasflasche gesorgt ist. Gasherde fürs Camping haben eine hohe Leistung, heizen sehr schnell auf und sind für die Zubereitung von allen Speisen und heißen Getränken geeignet.

Muss das Gasfeld bei einem Defekt ausgetauscht oder nach einem Umbau nachgerüstet werden, muss man auf die Anschlüsse achten. Wer beim Einbau unsicher ist, sollte diesen aus Sicherheitsgründen einem Fachmann überlassen.

Auf dem Markt sind Camping Gasherde mit 2 oder 3 Flammen am häufigsten vertreten. Wie viele Kochstellen man benötigt, hängt vor allem von der Personenzahl ab. Paare oder Familien mit einem Kind kommen in der Regel mit einem 2-flammigen Camping Gasherd aus.

Wer aufwendigere Gerichte zaubern und dabei Freunde oder mehrere Kinder versorgen möchte, sollte sich für die größere Variante entscheiden.

Elektroherd für Wohnwagen und Wohnmobil

Zum Festeinbau ins Wohnmobil sind Elektroherde eine immer beliebter werdende Alternative zum Gaskocher. Genau wie in der heimischen Küche haben sich hier Ceranfelder und Induktionsfelder durchgesetzt.

Beide werden mit Strom betrieben, sodass sie für Fans eines gasfreien Wohnmobils eine gute Alternative darstellen. Für das Kochen auf dem Induktionsherd im Wohnmobil werden spezielle Töpfe und Pfannen benötigt.

Viele Hersteller von Camping Kochgeschirr statten ihre Produkte mit einer induktionsgeeigneten Materialmischung aus. Hochwertige Kochgeschirre sind für alle Camping Herde gleich gut geeignet.

Zum Betrieb eines Elektroherdes im Wohnmobil oder Wohnwagen muss die Stromversorgung sichergestellt werden. Die Geräte verschlingen eine Menge Energie, die vornehmlich aus der Bordbatterie entnommen wird. Diese muss regelmäßig wiederaufgeladen werden, damit die Stromversorgung sichergestellt ist

Eine zusätzliche Energiequelle können Camper sich beispielsweise durch eine Solaranlage auf dem Camper schaffen. Ansonsten muss die Batterie auf dem Campingplatz aufgeladen werden können, sonst bleibt die Küche kalt.

Hybrid Einbaukocher

Wer sich zwischen Gas und Strom bei einem Einbauherd nicht entscheiden möchte, kann auf ein Kochfeld mit beiden Energieträgern setzen. Hybrid Einbaukocher verfügen zumeist über drei Kochstellen, von denen zwei mit Gas und eine mit Strom betrieben wird.

Wer Wert auf ein autarkes Campingleben legt und beispielsweise an einem verregneten Tage nicht ausreichend Energie über die Camping Solaranlage generieren konnte, weicht einfach auf den Gasbetrieb aus.

Mobiler Camping Gaskocher

Eine gute Ergänzung für den Einbauherd im Wohnwagen ist ein mobiler Gaskocher. Diese können im Freien betrieben werden und sind eine der beliebtesten Optionen beim Zelten. Auf einem Campingkocher mit Gaskartuschen kann man jederzeit und überall eine warme Mahlzeit kochen oder einen Kaffee aufbrühen.

Im Vergleich zum Einbauherd weisen mobile Camping Gaskocher eine deutlich geringere Leistung auf. Das Kochen benötigt damit also mehr Zeit. Dafür sind sie jedoch sehr einfach in der Handhabung.

Für den Betrieb eines Campingkochers können wahlweise Garkartuschen oder Gasflaschen verwendet werden. Das macht sie zum wertvollen Begleiter für alle Camper, die mit dem Zelt unterwegs sind. Besonders leichte und kompakte Modelle finden Platz in jedem Rucksack und sorgen bei Wanderungen und beim Trekking für heiße Getränke und warme Mahlzeiten.

Benzinkocher

Diese mobilen Campingkocher werden mit gereinigtem Benzin oder Waschbenzin betrieben und sind etwas umständlicher in der Handhabung im Vergleich zu Feststoff- und Gaskochern. Mit ein wenig Übung können sie jedoch auch von Anfängern problemlos betrieben werden.

Ihr größter Vorteil ist, dass sehr zuverlässig sind und überall dort eingesetzt werden können, wo Gaskocher ihren Dienst quittieren. Vor allem beim Wintercamping, in sehr kalten Umgebungen und in großer Höhe sind Benzinkocher fast alternativlos. Sie sind außerdem sparsam im Gebrauch und damit effizient in der Nutzung.

Weil Benzin hochbrennbar ist, muss man sowohl beim Transport des Brennstoffes als auch bei der Verwendung des Benzinkochers besondere Vorsicht walten lassen. Wer die Sicherheitshinweise des Herstellers beachtet, muss vor dem Gerät aber keine Angst haben. Die sichere Handhabung sollte vor Reiseantritt geübt werden, damit man sich im Fall der Fälle auf das Gerät und die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit ihm verlassen kann.

Spirituskocher

Spirituskocher haben eine ähnliche Funktionsweise wie Benzinkocher. Der Brennstoff ist jedoch ein anderer. Spiritus wird auf Ethanolbasis produziert und ist weltweit erhältlich; ein unschlagbarer Vorteil.

Anders als Benzinkocher können Spirituskocher jedoch nicht bei Minusgraden eingesetzt werden. Wer im Frühjahr oder Sommer zum Campen aufbricht, ist mit einem Spirituskocher aber gut beraten.

Die Geräte sind einfach in der Handhabung, benötigen kaum Wartung und sind in einigen skandinavischen Ländern sehr weit verbreitet. Wer also zum Camping nach Schweden fährt, wird dort keine Schwierigkeiten haben, Ersatzteile oder Brennstoff zu erwerben.

Im Vergleich zu Benzin hat Spiritus einen geringeren Brennwert. Das Kochen dauert also länger und man verbraucht dabei auch mehr Brennstoff. Ein großes Problem ist das aber nicht, weil Spiritus ein günstiger Brennstoff ist.

Dass bei der Verbrennung von Spiritus sowohl unangenehme Gerüche als auch eine nicht unerhebliche Menge Ruß entstehen, sollte man sich vor dem Kauf bewusstmachen. Die meisten handelsüblichen Modelle eignen sich nur für den Außenbereich. Sie haben kompakte Packmaße und ein geringes Gewicht, sodass sie beim Zelten und Trekking im Sommer eine gute Kochgelegenheit bieten.

Feststoffkocher

Eine der vielseitigsten Kocher für das Camping ist der Feststoffkocher. Hier ist man nicht auf einen Brennstoff wie Gas oder Spiritus beschränkt, sondern kann aus einer Vielzahl an Brennstoffen wählen. Von Vorteil ist das überall dort, wo man fernab der Zivilisation ist.

Fürs Wildcampen mit einem autarken Wohnmobil oder beim Zelten und Trekking ist der Feststoffkocher ein flexibler und zuverlässiger Begleiter. Er lässt sich mit Holz, Rinde, Tannenzapfen, Ästen und vielen weiteren Brennstoffen betreiben. Weil der Brennstoff kostenlos verfügbar ist, stellt der Feststoffkocher eine gute Option für preisbewusste Camper dar.

Bezahlt werden muss der Brennstoff jedoch mit der eigenen Zeit. Die Geräte verbrauchen vergleichsweise viel Brennstoff, der zunächst zusammengesucht werden muss. Der Betrieb wird außerdem überall dort eingeschränkt, wo offenes Feuer nicht erlaubt ist.

Je nach Brennmaterial benötigt man beim Anzünden des Feststoffkochers etwas Geduld. Die Regulierung der Temperatur ist bei einigen Modellen nicht ganz einfach. Die Wärmeleistung und die Maximaltemperatur hängen vom Brennstoff ab, sind zum Kochen von einfachen Gerichten und zur Zubereitung von heißen Getränken aber ausreichend.

Obwohl der Feststoffkocher relativ viel Holz verbraucht, arbeitet er nicht sehr effizient. Das ist kein großes Problem, weil das Holz in der Natur verfügbar ist; der Betrieb ist jedoch insgesamt zeitaufwendig und nicht so spontan realisierbar, wie es beispielsweise beim Gaskocher der Fall ist.

Genau wie der Benzinkocher eignet sich der Feststoffkocher außerdem sehr gut für extreme Umweltbedingungen. Sowohl in großer Höhe als auch bei frostigen Temperaturen ist der Betrieb problemlos möglich. Dazu kommt, dass er ein wenig Lagerfeuerromantik an die Kochstelle bringt und in der direkten Umgebung Wärme spendet.

Mobiler Elektrokocher

Als Ergänzung zu einem Einbauherd haben sich mobile Elektrokocher bewährt. Sie verfügen in der Regel über eine oder zwei Kochstellen und sind in klassischer Ausführung (also mit Elektroplatten) aber auch in der Luxusvariante als Induktions- oder Ceranfeld erhältlich.

Wer also neben dem eingebauten Camping Herd zusätzlichen Platz zum Kochen benötigt, ist mit dieser Variante gut beraten. Außerdem überbrückt ein mobiler Elektrokocher auch einen oder mehrere Tage, wenn einem das Gas ausgegangen ist.

Der Betrieb erfolgt in den meisten Fällen direkt über das 230 Volt Stromnetz. Mit einer einfachen Inbetriebnahme, einer kinderleichten Handhabung und einem sicheren Betrieb punkten mobile Elektrokocher ebenso wie mit einer guten Leistung. In dieser liegt das größte Unterscheidungsmerkmal der Geräte.

Mobile Herdplatten sind in der Regel als Ein- oder Zweiplattenkocher konzipiert und bieten als alleinige Lösung Platz für das Kochen mit 2-3 Personen. Die Abhängigkeit von einer Steckdose schränkt ihre Flexibilität jedoch etwas ein.

Camping Backofen

Ein Backofen gehört beim Camping definitiv zur Luxusausstattung. In vielen Wohnmobilen und Wohnwagen sucht man ihn vergeblich. Der festinstallierte Einbau ist grundsätzlich möglich, verbraucht aber eine Menge Platz.

Einbau-Backöfen werden zumeist mit Gas betrieben; elektrische Einbau Backöfen für den Wohnwagen sind jedoch ebenfalls im Handel erhältlich. Sie bieten eine hohe Funktionalität und sind nicht selten mit Zusatzfunktionen wie z. B. einem Grill ausgestattet.

Wer dafür keinen Platz hat, kann zu einer Alternative greifen. Beliebt sind handelsübliche Mini-Backöfen, die auf dem Campingplatz häufiger anzutreffen sind. Sie werden einfach über eine 230 Volt Steckdose versorgt und bieten – je nach Modell – Platz für Aufbackbrötchen oder eine Pizza.

Besonders beliebt ist der Herd-Aufsatz-Ofen. Unter Campern wird er häufig einfach als Camping Backofen bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen dreiteiligen Topf, der aus einem Untergestell, einer Backform und einem Deckel besteht.

Der Camping Backofen erinnert von der Form her etwas an eine Gugelhupf-Backform. Zu beachten ist, dass durch die Form alle darin zubereiteten Gerichte ein Loch in der Mitte haben.

Im Prinzip lassen sich im Camping Backofen alle Gerichte zubereiten, die man auch in einem normalen Backofen kochen bzw. backen kann. Dazu gehören Brot, Brötchen, Aufläufe und vieles mehr.

Hochwertige Aufsatz-Backöfen können mit allen tragfähigen Gaskochern, auf dem eingebauten Gas- und Elektroherd und sogar über dem offenen Feuer verwendet werden. Bei Induktionsherden gibt es Einschränkungen: Die meisten Modelle sind nicht aus magnetischen Materialien gefertigt, sodass sie nicht auf einem Induktionsherd aufgeheizt werden können.

Camping Grill

Streng genommen ist der Grill kein Camping Herd, aber bei der Nahrungszubereitung spielt er für viele Camper eine große Rolle. Camping Grills sind in zahlreichen Varianten erhältlich und können einen Campingkocher sehr gut ergänzen oder sogar ersetzen.

Auch hier kann man wieder zwischen verschiedenen Energieträgern gewählt werden. Holzkohlegrills sind seit jeher eine weit verbreitete Variante, die beim Camping sehr beliebt ist. Auf Campingplätzen ist außerdem der Betrieb eines Gas Campinggrills möglich.

Mit einem Camping Grill können ein Kaffeebereiter, einige Camping Wasserkocher oder der weiter oben genannte Aufsatz-Backofen verwendet werden. Außerdem eignet er sich natürlich zum Grillen von Fleisch, Fisch und Gemüse.

Zum Zelten und Trekking sind kompakte Klappgrills besonders geeignet. Sie werden mit Holzkohle betrieben und sind aufgrund ihrer kompakten Abmessungen und ihres geringen Gewichtes gut transportabel.

Der Camping Gasgrill kann einfach an eine vorhandene Gasflasche angeschlossen werden, sodass man keinen separaten Brennstoff wie beispielsweise Holzkohle benötigt. Viele Modelle sind sehr kompakt und können so einfach im Wohnmobil verstaut werden. Auf Campingplätzen sind sie entsprechend beliebt, beim Zelten weicht man aber besser auf einen Holzkohlegrill aus.

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Letzte Aktualisierung am 3.02.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API