Die 4 Besten Navis für’s Wohnmobil (2020) im Test!

Aktualisiert am: 06.06.2023

Ein Camper-Navi ist speziell auf die Bedürfnisse von Campern ausgelegt. Anders als gewöhnliche Navigationsgeräte berücksichtigen die speziellen Geräte die besonderen Anforderungen, die ein Wohnmobil an die Navigation stellt. Camper-Navis verfügen über besondere Ausstattungsmerkmale und spezielle Funktionen, die das Navigieren mit dem Wohnmobil deutlich einfacher und angenehmer gestalten.

Update vom 15.09.2022
Wir haben die Informationen in diesem Beitrag aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Camper Navi Testsieger* 2024

Garmin Camper 780 Advanced Camper-Navigationssystem mit 6, 95 Zoll (17, 7 cm)-Touch-Display, Verkehrs- und sprachaktivierter Navigation, Mehrfarbig

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Camper-Navi mit 6,95 Zoll Touch-Display, wahlweise mit Rückfahrkamera (HD-Auflösung 720p 150° Weitwinkel), 3-D Detailkarten von 46 europäischen Ländern, TripAdvisor POIs, integriertes WLAN, Datenbank mit Campingplätzen, Sprachsteuerung

Sicher und zuverlässig: Das Garmin Camper 780 MT-D EU

überzeugt viele Käufer mit einer einfachen Einrichtung und der intuitiven Bedienbarkeit. Vor allem die Sprachsteuerung war für einige Käufer ein kaufentscheidendes Kriterium.
Nach der Einrichtung kann das Gerät vollständig über Sprachansagen gesteuert werden. Das Navi hat laut der Rezensionen keine Verständnisprobleme und muss auch für das Suchen eines POIs nicht berührt werden.
Bei der Routenplanung werden schmale Straßen, enge Kurven und viele weitere individuelle Eigenschaften des Wohnmobils berücksichtigt. Weil man beim Start des Garmin Camper 780 MT-D EU Fahrzeugart und Abmessungen eingeben kann, ist es nicht nur für eine Vielzahl von verschiedenen Fahrzeugen geeignet, sondern ermöglicht eine zuverlässige und problemlose Navigation.
Positiv fällt den Käufern auch die Stauerkennung auf. Sie ist schnell und zuverlässig und enthält sinnvolle Empfehlungen zum Umgang mit dem Stau. Die Routenplanung geht schnell und zuverlässig von der Hand, neigt jedoch gelegentlich zu Fehlern. Vor allem innerorts kann es in seltenen Fällen zu Fehlinterpretationen von Straßensperren kommen.
Mit der Auswahl einiger Routen waren einige Käufer nicht immer vollständig zufrieden. Grobe Fehler passieren dabei laut der Rezensionen nur selten. Einige Nutzer bemängelten in diesen Fällen jedoch mangelnden Fahrkomfort.
Kartenupdates erhält das Garmin Camper 780 MT-D EU über WLAN. Auch eine Verbindung zum Smartphone ist möglich.
Die optional erhältliche Rückfahrkamera löst in 720p auf und ist damit vergleichsweise detailstark. Eine Halterung für das Nummernschild ist im Lieferumfang enthalten.
Wer die von Garmin angegebene Länder-Kompatibilität beachtet, hat laut der Bewertungen keine Probleme bei der Montage. Insgesamt wird die Rückfahrkamera von den Käufern gut bewertet, allerdings führt der langsame Verbindungsaufbau gelegentlich zu Ungeduld bei den Nutzern.
Das große Display kommt bei vielen Käufern gut an, fällt jedoch gelegentlich durch eine spiegelnde Oberfläche negativ auf, die je nach Lichteinfall die Ablesbarkeit reduziert. Für weitere Kritik sorgen die üblichen Probleme, die bei jedem Navigationssystem gelegentlich auftreten können: Gelegentlich kommt es zum Aufhängen des Gerätes, Problemen mit der Halterung, Kommunikationsproblemen mit der Sprachsteuerung und in einem Einzelfall auch zu einem vollständigen Defekt.

Vorteile:
  • zuverlässige Rückfahrkamera mit hoher Auflösung (720p)
  • Stauerkennung mit Handlungsempfehlung
  • großes, scharfes Display
  • integriertes WLAN für schnelle Kartenupdates
  • fahrzeugspezifische Einstellungen für optimale Navigation
  • sehr anwenderfreundliche Sprachsteuerung
Nachteile:
  • in seltenen Fällen hängt sich das Gerät auf
  • gelegentlich Fehlinterpretationen von Straßensperren
TomTom GO Camper

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Camper-Navi mit 6 Zoll Touch-Display, Kartenupdates Welt, Campingplatz-und POI-Datenbank, integriertes WLAN, mit Sprachsteuerung (Siri, Google), Freisprechfunktion, TomTom Road Trips, Echtzeit-Verkehrssituation

Komfortable Handhabung: Das TomTom GO Camper

überzeugt viele Käufer mit einer einfachen und intuitiven Bedienbarkeit. Dazu trägt auch die Sprachsteuerung bei, die mit Siri oder Google verwendet werden kann. In einigen Fällen bemängeln die Nutzer allerdings, dass das Betriebssystem etwas träge ist und flüssige Wechsel zwischen den Funktionen nicht immer möglich sind.
Im Wohnmobil überzeugt das TomTom GO Camper Navi vor allem mit den voreingestellten Spezial-POIs für Camper und einer kompakten, aber gut ablesbaren Größe von 6 Zoll.
Das Kartenmaterial erhält für die Lebensdauer des Gerätes kostenlose Updates via WIFI. Verkehrsbehinderungen können dank der eingebauten SIM-Karte in Echtzeit verfolgt werden. Dass man während der Fahrt so auf Unfälle oder Staus reagieren kann, überzeugt viele Camper. Vorteilhaft ist auch, dass sich die Höhe des Wohnmobils auf den Zentimeter genau in den Einstellungen des TomTom GO Camper Navi eingeben lässt.
Für Kritik sorgte gelegentlich, dass eigene POIS nicht mit Koordinaten eingegeben werden können. Hier ist ein umständlicher Umweg erforderlich. Die Verarbeitungsqualität überzeugt überwiegend, allerdings ist die Lebensdauer des verbauten Akkus nicht für alle Nutzer zufriedenstellend.
Neben der trägen Software kritisieren vereinzelte Käufer Schwierigkeiten mit der Sprachsteuerung, relativ lange Ladezeiten des eigenen Standortes und Fehler bei der Navigation. Dabei handelt es sich zumindest teilweise um sehr allgemeine Probleme, die bei allen Navigationsgeräten auftreten können und sowohl von der geplanten Route als auch vom eigenen Standort abhängen.

Vorteile:
  • Sprachsteuerung
  • weltweite Kartenupdates über WIFI
  • Sprachsteuerung
  • einfache Inbetriebnahme und Bedienung
  • Wohnmobil-Höhe kann präzise eingegeben werden
Nachteile:
  • gelegentlich träge Software
  • in Einzelfällen vorzeitiger Verschleiß des Akkus
Garmin Camper 785 MT-D EU Navi - 7' Display, Integrierte Dash Cam, 3D-Navigationskarten für Europa

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Camper-Navi mit 7 Zoll Touch-Display, 3-D Detailkarten für 46 europäische Länder, Campingplatz-Datenbank, integrierte Dashcam, integriertes WLAN

Camper Navi mit Dashcam: Das Garmin Camper 785 MT-D EU

Camper-Navi ist eines der wenigen Modelle auf dem Markt, das mit einer integrierten Dashcam ausgestattet ist. Kommt es trotz der zahlreichen Sicherheitsfunktionen mit Spurhalteassistent und Kollisionswarner zu einem Unfall, wird dieser automatisch auf Video aufgezeichnet.
Eine Rückfahrkamera lässt sich bei Bedarf nachrüsten, sodass auch im Heckbereich des Wohnwagens für erhöhte Sicherheit gesorgt ist. Pluspunkte sammelt das Garmin Camper 785 MT-D EU Camper-Navi mit der einfachen Inbetriebnahme und die zuverlässige WLAN-Verbindung. Damit sind nicht nur zügige Kartenupdates möglich, sondern auch eine Verbindung zum Smartphone.
Das Display beschreiben die Nutzer als knackig scharf. Die angenehme Größe und die Multi-Touch-Bedienung werden ebenfalls mehrfach gelobt.
Auf die Sprachsteuerung reagiert das Camper-Navi zuverlässig und schnell. Bei einer Bluetooth-Verbindung zum Smartphone können eingehende Nachrichten und Anrufe über das Navi wiedergegeben werden.
Während diese Komfortfunktionen die Käufer überwiegend überzeugen können, sorgt die Navigation mit dem Garmin Camper 785 MT-D EU Camper-Navi gelegentlich für unangenehme Situationen. Obwohl die Fahrzeugdaten bei der Inbetriebnahme eingegeben werden müssen, werden sie auf einigen Routen nicht zuverlässig berücksichtigt.
Die integrierte Dashcam und der Spurhalteassistent erfordern außerdem eine Befestigung parallel zur Frontscheibe, um reibungslos funktionieren zu können. Die dafür mitgelieferte Halterung tut dabei zuverlässig ihren Dienst. Einige Camper empfinden jedoch die Art und den Ort der Befestigung als wenig komfortabel.
Wie bei vielen anderen Geräten auch kommt es in Einzelfällen auch beim Garmin Camper 785 MT-D EU Camper-Navi zu Problemen mit dem GPS-Empfang, zu Fehlern beim Routing und selten auch zum Aufhängen der Software.

Vorteile:
  • mit integrierter Dashcam
  • integriertes WLAN und Bluetooth
  • schnelle Kartenupdates
  • Spurhalteassistenz und Kollisionswarnung
  • scharfes Display mit guter Größe (7 Zoll)
Nachteile:
  • gelegentlich nicht optimale Routenführung
  • gelegentlich GPS-Verbindungsprobleme
Garmin Camper 890 MT-D EU – Navigationsgerät mit Routing für Wohnmobile und Wohnwagen, 8“ (20,3 cm) HD-Display, vorinstallierte 3D-Karten für Europa, Verkehrsinfos über DAB+, Campingplatz-Datenbank

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Camper-Navi, mit 8 Zoll Touch-Display, 3-D Detailkarten für Europa, Campingplatz-Datenbank, integriertes WLAN, mit Sprachsteuerung

Großes Wohnmobil Navi mit kleinen Schwächen: Das Garmin Camper 890 MT-D EU

ist mit der Garmin BC 35 Rückfahrkamera kompatibel und kann so bei Bedarf erweitert werden. Das Gerät zeichnet sich vor allem durch sehr zuverlässige Verkehrsinfos aus, die über DAB+ und zusätzliche Dienste in Echtzeit übertragen werden.
Das extragroße Display löst in HD auf und kann sowohl im Hoch- als auch im Querformat verwendet werden. Die Käufer loben daran vor allem die einfache Bedienbarkeit, wenn man mit dem Wohnmobil eine Route planen möchte. Dass sich über die Garmin Drive App eine Verbindung zum Smartphone herstellen lässt, erweitert die Möglichkeiten zur Zieleingabe.
Kartenupdates erhält das Garmin Camper 890 MT-D EU über integriertes WLAN. Einige Käufer hatten dabei Verbindungsprobleme und mussten das Gerät manuell über den PC auf den neuesten Stand bringen. Das Aktualisieren der Karten dauert laut der Rezensionen überdurchschnittlich lange.
Ein Lob erhält auch die mitgelieferte Halterung, mit der man das vergleichsweise große und schwere Camper-Navi sicher im Wohnmobil befestigen kann. Die Menüführung und auch das Scrollen in der Karte wird von einigen Käufern als relativ träge beschrieben. Mit dem Handy und der App kommt man hier deutlich schneller ans Ziel, so die Käufer.
In seltenen Fällen kritisieren die Nutzer auch das GPS. Der Verbindungsaufbau kann je nach Standort einige Zeit dauern und lässt sich in seltenen Fällen überhaupt nicht realisieren.

Vorteile:
  • sehr großes Display mit guter Auflösung (8 Zoll)
  • zuverlässige Halterung
  • gute Verkehrsinfos via DAB+ und Zusatzdienste
  • integriertes WLAN für Kartenupdates
Nachteile:
  • Updates über WLAN gelegentlich nicht möglich
  • gelegentlich träge Bedienung von Menü und Karten

Camper-Navi kaufen – So findet man das beste Navi fürs Wohnmobil

Eines der wichtigsten Elemente am Armaturenbrett des Wohnmobils ist das Navigationsgerät. Doch warum hat das Navi für das Wohnmobil so einen hohen Stellenwert auf Wohnmobil-Reisen und worauf sollte man beim Kauf achten?

Mit dem richtigen Camper-Navi macht das Reisen mit dem Wohnmobil gleich noch mehr Spaß. Doch mit dem Falschen kann es auch mal richtig brenzlig werden. Führt das Navi den Camper über enge Straßen, steile Wege oder kurvenreiche Routen, leidet nicht nur der Fahrspaß, sondern auch die Sicherheit.

Wer sich näher mit dem Thema befassen möchte, findet hier einen ausführlichen Ratgeber mit allen wichtigen Funktionen und Eigenschaften, die ein Navi fürs Wohnmobil aufweisen sollte.

Warum sollte man sich ein Wohnmobil Navi zulegen?

Mit einem guten Camper-Navi spart man sich viele nervenaufreibende Stunden, in denen man beispielsweise versucht, das Wohnmobil aus einer Sackgasse wieder heraus zu navigieren. Außerdem gelangt man schnell und sicher an das gewünschte Ziel.

Man umfährt Staus und Straßen, die nicht für Wohnmobile geeignet sind und kommt immer schnell zum nächstmöglichen Campingplatz, wenn es mal dringend ist. Zudem fährt man mit dem Navigationsgerät für Wohnmobile direkt alle verfügbaren Raststätten und Tankstellen an, wenn Bedarf besteht.

Navis fürs Wohnmobil wissen dank ihrer Anbindung an die Landesmeldestellen der Bundesländer bestens Bescheid über Durchfahrtsverbote und berücksichtigen bei der Routenplanung fürs Wohnmobil auch seine Durchfahrtshöhe. Niedrige Tunnel oder Brücken werden so automatisch umfahren, sodass man sich lange Umwege sparen kann. Weil auch enge Straßen, Steigungen und enge Kurven für den Camper schnell zum Problem werden können, werden diese Hindernisse ebenfalls bei der Routenplanung von Camper-Navis beachtet.

Wie unterscheiden sich die besten Wohnmobil-Navis?

Camper-Navis sind von vielen bekannten Markenherstellern erhältlich. Sie unterscheiden sich in der Ausstattung und ihrem Funktionsumfang. Je nachdem, für welches Gerät man sich entscheidet, gibt es Vor- und Nachteile. Deshalb sollte man sich gut informieren, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden.

Ein wichtiger Aspekt ist das Kartenmaterial. Nicht jedes Camper-Navi hat die gleiche Anzahl und Vielfalt von Karten. Alle Wohnmobil-Navis im Vergleich beinhalten einen Großteil der europäischen Länder. Bei einigen Herstellern kann man sogar unverbindlich und kostenlos eine Erweiterung des Kartenmaterials anfordern.

Des Weiteren sind viele Navis für Camper mit einer Freisprechfunktion ausgestattet, die für eine sichere und einfache Bedienbarkeit während der Fahrt sorgt.

Ein spezieller Punkt, den nicht alle Navis besitzen, ist die Rückfahrkamera, die bei einer erheblichen Größe des Wohnmobils das Rückwärtsfahren um einiges vereinfacht.

Während manche Hersteller noch auf Camping spezifische Routen setzen, besitzen einige Camper-Navis eine hauseigene App, die das Benutzen erleichtern soll und mit einigen Funktionen an Board geliefert wird. Die meisten Hersteller von Camper-Navis bieten zur Montage des Gerätes entweder Saugknöpfe oder eine metallische Anbringung an, die meistens im Lieferumfang enthalten ist.

Die wichtigsten Funktionen und Ausstattungsvarianten von Camper-Navis

Die vielen verschiedenen Ausstattungsvarianten machen die Auswahl eines geeigneten Camper-Navis nicht gerade leicht. Für welches Gerät man sich entscheiden sollte, hängt von der eigenen Fahrpraxis und davon ab, wie gut man sich am Reiseziel auskennt.

In den Grundfunktionen sind sich die meisten Camper-Navis sehr ähnlich. Sie verfügen in der Regel über ein Touch-Display und eine große Auswahl an Kartenmaterial. Fürs Aufladen und die Verbindung mit dem PC sind die Geräte mit einem USB-Anschluss ausgestattet.

Eine weitere wichtige Eigenschaft lässt sich bei allen Navis fürs Wohnmobil finden: Die fahrzeugspezifische Routenführung. Dafür muss man bei der Einrichtung bzw. vor Fahrtantritt die Art des Fahrzeuges und seine technischen Daten und Abmessungen eingeben. Das Camper-Navi kann anhand dieser Informationen eine Routenplanung erstellen, die auf die Bedürfnisse und Grenzen des Wohnmobils eingeht.

Geht man ins Detail, werden die Unterschiede der Camper-Navis deutlich. Neben unterschiedlicher Displaygrößen findet man bei einigen Geräten weitere Schnittstellen, um Kameras (Rückfahrkamera, Dashcam) oder mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet anzuschließen.

Camper-Navi – Größe und Display

Navis fürs Wohnmobil sind meistens etwas größer als klassische Navigationssysteme fürs Auto. Viele Modelle verfügen über eine Bildschirmdiagonale von 7 Zoll oder mehr; und das aus gutem Grund. Große Camper-Navis lassen sich leichter ablesen und zeigen bei einer vorhandenen Rückfahrkamera ein größeres Bild an.

Alle handelsüblichen Navis fürs Wohnmobil sind mit einem Touchscreen ausgestattet. Je größer das Display ist, desto leichter lässt es sich natürlich bedienen. Mit einem großen Gerät gehen jedoch auch höhere Ansprüche an die Befestigung des Camper-Navis einher.

Je größer und schwerer es ist, desto zuverlässiger muss auch die Befestigung sein. Viele Hersteller legen ihren Camper-Navis Befestigungen bei, die im besten Fall auf die Anforderungen des Gerätes ausgelegt sind. Wer eine andere Befestigungsart wünscht, sollte beim Kauf die Größe und das Gewicht des Gerätes beachten, damit das Camper-Navi bei einer scharfen Bremsung nicht im Fußraum landet.

Besondere Funktionen von Camper-Navis

Wer bereits ein gewöhnliches Navi verwendet hat, kann mit dem Begriff POI sicherlich etwas anfangen. Die sogenannten „Points of Interests“ sind ins Navi einprogrammierte interessante Orte oder Sehenswürdigkeiten. Bei einem Navi für Wohnmobile sind diese POIs natürlich auf die Bedürfnisse von Wohnmobilen und Campervans ausgelegt.

Zum einen bedeutet das, dass sie mit dem Wohnmobil auch tatsächlich erreichbar sind und dass auf der Route Länge, Breite und Gewicht des Wohnmobils Berücksichtigung finden.

Andererseits sind für Camper natürlich andere POIs interessant als für Wanderer oder Tagesausflügler.

Die POI-Liste eines Wohnmobil-Navis enthält z. B. Camping- und Stellplätze, Empfehlungen für Womo-taugliche Parkplätze und in einigen Fällen auch Orte, an denen der Camper Elektrizität oder sanitäre Anlagen findet.

Der Einsatz von Blitzerwarnern oder Radar-Warnsystemen ist in Deutschland untersagt; und zwar für alle Navigationssysteme. Camper, die sich vor mobilen oder fest installierten Radaranlagen warnen lassen, müssen mit einem Ordnungsgeld rechnen, wenn sie während der Fahrt bei der Verwendung erwischt werden.

Wichtig zu wissen: Der Besitz eines Camper-Navis mit Blitzerwarner ist nicht strafbar. Vor Fahrtantritt darf man sich mit dem Gerät einen Überblick über die Blitzer verschaffen, die auf der gewählten Route zu erwarten sind. Während der Fahrt muss die Funktion aber deaktiviert werden.

Einige Camper-Navis verfügen trotz des Verbotes in Deutschland über das Warnsystem, weil die Vorschriften in anderen Ländern anders sein können. Vor der Reise in ein anderes Land sollte man sich deswegen genau erkundigen, ob der Einsatz während der Fahrt erlaubt ist.

Eine wichtige Funktion, die nicht nur im PKW sondern auch im Wohnmobil für großen Komfort und ein Mehr an Sicherheit sorgt, ist die Stauerkennung. Über den Dienst TMC machen sich Camper-Navis das UKW-Signal zunutze und können Staus frühzeitig erkennen.

Eine Empfehlung zum Umgang mit dem Stau geben viele Navis für das Womo ebenfalls. Je nach Hersteller werden neben UKW verschiedene andere Übertragungsarten verwendet, um einen Stau festzustellen.

Kommt es auf der gewählten Route zu einem Stau, zeigt das Camper-Navi nicht nur den Ort und die Länge des Staus an, sondern gibt – je nach Hersteller – auch Empfehlungen darüber, wie der Stau bestmöglich umfahren werden kann. In der Praxis zeigt sich, dass das besonders gut bei Camper-Navis funktioniert, die nicht nur UKW zur Stauerkennung verwenden, sondern auch Mobilfunkdaten oder das Internet.

Einige Camper-Navis verfügen außerdem über eine Sprachsteuerung und eine Freisprecheinrichtung, die das Telefonieren während der Fahrt ermöglicht.

Anschlüsse und Stromversorgung fürs Camper-Navi

Das große, helle Display und der stundenlange Betrieb des Camper-Navis führen dazu, dass eine externe Stromversorgung für das Gerät notwendig ist. Auch die GPS-Navigation ist eine energiehungrige Anwendung, die den integrierten Akku schnell leer saugen kann. Einige Geräte verfügen zwar über einen extra großen Akku, der jedoch für längere Strecken nicht ausreichend ist.

Die Stromversorgung des Camper-Navis wird dabei praktischerweise über den Zigarettenanzünder des Wohnmobils gelöst. Hier wird einfach ein Lade-Adapter mit USB-Kabel eingesteckt und mit dem Navi für Camper verbunden.

Der USB-Anschluss erlaubt außerdem eine Verbindung mit dem PC, um beispielsweise Kartenupdates herunterzuladen. Auch die aktuellen Modelle sind meistens noch mit dem klassischen Micro-USB-Anschluss versehen, neue Modelle können jedoch auch schon über USB-C verfügen.

Neben der USB-Schnittstelle verfügen moderne Geräte häufig auch über Bluetooth und eine WLAN-Funktion. Das erlaubt eine Verbindung mit dem Smartphone, sodass das Camper-Navi unterwegs aufs Internet zugreifen und so beispielsweise die Stauerkennung verbessern kann.

Camper-Navi mit Rückfahrkamera

Ein Camper-Navi mit Rückfahrkamera verfügt außerdem über einen AV-Anschluss, der Bilddaten auf das Display übertragen kann. Beim Wohnmobil erleichtert diese Zusatzfunktion das Einparken in enge Parklücken und das Rückwärtsfahren. Auch der oft befürchtete tote Winkel im hinteren Bereich des Fahrzeuges kann mit der Rückfahrkamera sichtbar gemacht werden und so für größere Sicherheit sorgen.

Zu beachten ist, dass ein Camper-Navi mit Rückfahrkamera nicht grundsätzlich über Sensoren verfügt, die Abstände messen oder ein akustisches Signal aussenden. Das Bild kann das Einparken zwar erleichtern, ein wenig Übung und Fingerspitzengefühl sind jedoch trotzdem vonnöten.

Premiummodelle sind außerdem mit einer Nachtsicht-Option ausgestattet, die das Einparken und Rückwärtsfahren auch bei Dunkelheit unterstützen können. Die Kamera sollte außerdem über eine ausreichende Auflösung verfügen, ob Details erkennen zu können.

Das Problem des toten Winkels umgeht man dabei bereits mit Kameras, die mit 240p auflösen; darunter sollte die Auflösung allerdings nicht liegen. Gute Modelle verfügen über eine HD-Auflösung von 720p und stellen auch Details gut dar.

Wer sich zunächst nicht für ein Camper-Navi mit Rückfahrkamera entscheiden möchte, kann diese bei vielen Geräten später nachrüsten. Camper, die sich diese Option offenhalten möchte, sollte beim Kauf des Navis darauf achten, dass der Hersteller eine kompatible Kamera im Sortiment führt, damit die Installation zu einem späteren Zeitpunkt gewährleistet ist.

Reicht nicht auch ein normales Navigationssystem?

Wie bereits erwähnt, verfügen Navis fürs Wohnmobil über einige wichtige Funktionen, die das Navigieren mit dem Camper deutlich erleichtern. Der wichtigste Faktor ist dabei, dass bei der Routenplanung die Größe und das Gewicht des Wohnmobils berücksichtigt werden.

Wer mit einem gewöhnlichen Navigationssystem eine Route fürs Wohnmobil planen möchte, muss deswegen einiges an Zusatzarbeit leisten. Sind auf der Strecke Brücken oder Tunnel, muss man sich vorab über deren maximale Durchfahrtshöhe informieren.

Bei Brücken muss zusätzlich berücksichtigt werden, dass diese gelegentlich mit einer Gewichtsbeschränkung versehen sind, die auf keinen Fall überschritten werden darf. Auch für einige Wege und Straßen können Gewichtsbeschränkungen gelten und den Camper so zu einem unfreiwilligen Umweg zwingen.

Grundsätzlich ist es also möglich, auch ein normales Navi fürs Wohnmobil zu verwenden, aber empfehlenswert ist das nur für Camper, die die Umgebung ihrer Route und ihres Reiseziels gut kennen und deswegen wissen, welche Straßen sich für ihren Camper nicht eignen und welche Brücken bzw. Tunnel umfahren werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Welches ist das beste Wohnmobil Navi?

Welches das beste Camper-Navi ist, hängt stark von den persönlichen Bedürfnissen und dem Urlaubsort ab. Sehr beliebt und regelmäßig ganz oben in den Bestseller-Listen ist z. B. das Garmin Camper 780 Advanced Camper.

Welches Navi fürs Wohnmobil?

Spezielle Camper-Navis erhöhen im Wohnmobil die Sicherheit und den Komfort. Grundsätzlich ist das Navigieren im Wohnmobil auch mit Google Maps oder mit einem normalen Navigationsgerät möglich, allerdings berücksichtigen diese Lösungen nicht die Abmessungen und das Gewicht des Campers. Navis fürs Wohnmobil berücksichtigen diese Besonderheiten bei der Routenplanung und verfügen über eine Datenbank an Campingplätzen und POIs speziell für Camper.

Kann man bei Google Maps Wohnmobil einstellen?

Google Maps verfügt nicht über Spezialfunktionen für die Routenplanung mit einem Wohnmobil. Gerade für Fahrten mit übergroßen Fahrzeugen ist Google Maps als Alleinlösung nur wenig geeignet. Den großen Abmessungen und dem Gewicht tragen nur spezielle Camper-Navis Rechnung. Wohnmobilbesitzer profitieren hier außerdem von Hinweisen darüber, welche Strecken fürs Wohnmobil geeignet sind.

Alternativprodukte

An einem Navi fürs Wohnmobil führt für viele Camper kein Weg vorbei. Gerade dann, wenn man regelmäßig mit dem Wohnmobil oder dem Bulli unterwegs ist, macht sich der Kauf eines solchen Gerätes mehr als bezahlt.

Trotzdem suchen einige Gelegenheitscamper vielleicht nach einer Alternative fürs Camper-Navi. Diese können dem Spezialgerät zwar nicht das Wasser reichen, sind mit einigen Abstrichen aber trotzdem verwendbar.

  • Wohnmobil Navi-App: Einige der Markenhersteller von Camper-Navis bieten neben den Geräten auch eine Navigations-App für Smartphones an. Die Wohnmobil Navi App wird dabei aufs Handy oder das Tablet geladen und wird so zum Navi für den Camper. Wer sich für diese Lösung entscheidet, benötigt neben der App auch ein KFZ-Ladegerät und ein passendes Ladekabel für das mobile Gerät, damit die Stromversorgung während der Navigation gewährleistet ist. Auch eine Handyhalterung fürs Wohnmobil leistet gute Dienste. Wichtig: Die meisten Hersteller bieten ihre Navi-Apps sowohl für Android als auch für iOS an. Das trifft aber nicht auf alle Navigations-Apps zu. Viele Navi-Apps bieten nur einige Basisfunktionen und können deswegen nicht mit Camper-Navis mithalten. Allerdings lassen sich Navi-Apps mit den Camper-Apps anderer Hersteller (z. B. der beliebten Camping App vom ADAC) erweitern.
  • Navigationsgerät für PKWs: Wie bereits erwähnt, ist die Navigation des Wohnmobils auch mit einem gewöhnlichen Navigationsgerät möglich. Wer solch ein Gerät bereits sein Eigen nennt, muss zwar auf die nützlichen Spezialfunktionen verzichten, findet auf wenig anspruchsvollen Routen jedoch trotzdem zu seinem Ziel. Zu beachten ist, dass ein gewöhnliches Navi nicht auf Durchfahrtshöhen von Tunneln oder Brücken hinweist und dass die Route Straßen enthalten kann, die mit einem Wohnwagen nicht befahren werden können.
  • Navigationsgerät für LKWs: LKWs haben ähnlich hohe Ansprüche an die Navigation wie Wohnwagen und Wohnmobile. Mit dem hohen Gewicht und ihrer Höhe stehen sie fast den gleichen Anforderungen an Brücken, Straßen und Tunneln gegenüber, wie es auch bei Campern der Fall ist. Wer bereits ein LKW-Navi besitzt, kann damit durchaus auch die Routenplanung für ein Wohnmobil durchführen. Verzichten muss man hier jedoch auf die großen Datenbanken mit campingspezifischen POIs.