Zum ersten Mal einen Camper mieten: Das alles sollte vor der Buchung geklärt sein
Zum ersten Mal einen Camper mieten: Das alles sollte vor der Buchung geklärt sein

Zum ersten Mal einen Camper mieten: Das alles sollte vor der Buchung geklärt sein

Aktualisiert am: 22.09.2026

Ein Camper für vier Personen bietet nicht automatisch vier Personen ausreichend Platz für einen zweiwöchigen Urlaub. Solche Details fallen bei der ersten Buchung schnell unter den Tisch. Fotos vom Innenraum vermitteln zwar einen ersten Eindruck, sagen im Endeffekt aber nur wenig darüber aus, wie praktisch das Fahrzeug unterwegs wirklich ist. Vor der Buchung sollte also nicht nur der Preis verglichen werden. Die Fahrzeuggröße und die Ausstattung müssen stets zur geplanten Reise passen. Auch bei Freikilometern und Versicherung gibt es Unterschiede, die einen deutlichen Einfluss auf die Kosten haben können.

Das Fahrzeug je nach Reisetyp auswählen

Ein Wochenende zu zweit stellt andere Anforderungen an einen Camper als eine längere Familienreise. Mehr Schlafplätze bedeuten nicht automatisch mehr Stauraum oder Bewegungsfreiheit.

Eine einfache, aber wichtige Frage lautet: Wie wird der Camper während der Reise genutzt? Wenn man fast ausschließlich auf Campingplätzen übernachtet, benötigt man weniger autarke Ausstattung. Bei längeren Aufenthalten außerhalb gut ausgestatteter Plätze werden Wasserversorgung und Stromversorgung allerdings doch etwas relevanter. Auch die Betten verdienen Aufmerksamkeit. Wenn Sitzgruppen jeden Abend umgebaut werden müssen, kann das bei zwei Übernachtungen problemlos funktionieren. Auf einer dreiwöchigen Reise sieht das möglicherweise anders aus.

Freikilometer passend zur Route berechnen

Bei Mietcampern können bestimmte Kilometer schon im Preis enthalten sein. Jeder zusätzliche Kilometer wird anschließend separat berechnet. Eine grobe Routenplanung vor der Buchung schützt in jedem Fall vor unerwarteten Zusatzkosten. Die geplante Strecke sollte dabei am besten nicht zu knapp kalkuliert werden. Kleine Abstecher und Fahrten zum Einkaufen verlängern die ursprüngliche Route. Auch die Suche nach einem anderen Stellplatz kann zusätzliche Kilometer verursachen. Bei längeren Rundreisen kann ein Tarif mit einer größeren Kilometerleistung daher besser zur Reise passen als das auf den ersten Blick günstigste Angebot.

Die Schweiz als geeignetes Ziel für eine Rundreise

Die Schweiz lässt sich gut in mehrere Etappen aufteilen. Statt lange Strecken an einem Tag zurückzulegen, können Stopps an Seen oder in verschiedenen Bergregionen eingeplant werden. So bleibt unterwegs auch noch Zeit, die Umgebung außerhalb des Fahrzeugs zu entdecken. Viele Wanderrouten in der Schweiz bieten sich dafür an und lassen sich je nach Länge gut mit einzelnen Reisetagen verbinden. Besonders bei einer solchen Rundreise ist es sinnvoll, mögliche Ausflüge schon bei der Kilometerplanung zu berücksichtigen.

Warum die Zuladung nicht unterschätzt werden sollte

Gepäck ist im Camper nur ein Teil des zusätzlichen Gewichts. Auch Fahrräder können die verfügbare Zuladung reduzieren. Hinzu kommen gefüllte Wassertanks oder Campingausstattung. Das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs darf trotzdem nicht überschritten werden. Vor allem bei mehreren Reisenden sollte deshalb schon vorab geklärt werden, wie hoch die verfügbare Zuladung wirklich ist. Ein großer Stauraum ist schließlich keine Einladung, ihn ohne Blick auf das Gewicht vollständig zu füllen.

Wichtig: Versicherung und Selbstbeteiligung prüfen

Vor Vertragsabschluss sollte zudem klar sein, welche Schäden abgesichert sind und wie hoch die Selbstbeteiligung ausfällt. Auch Regeln für Auslandsfahrten gehören zu den Punkten, die vor Reisebeginn unbedingt geklärt werden müssen. Bei Anbietern wie Camperoase können unterschiedliche Camper für verschiedene Reisearten gemietet werden. Bei der Auswahl sollte neben dem Grundpreis deshalb immer betrachtet werden, welche Leistungen im jeweiligen Mietangebot bereits enthalten sind.

Genügend Zeit für die Übergabe einplanen

Am Abreisetag sollte der Camper nicht unter Zeitdruck übernommen werden. Bei der Übergabe ist es sinnvoll, sich Kühlschrank und Heizung noch einmal erklären zu lassen. Auch die Bedienung der Markise oder das Entleeren der Toilette sollte bekannt sein. Vorhandene Schäden werden am besten direkt dokumentiert. Außerdem bietet die Übergabe die Gelegenheit, offene Fragen zum Fahrzeug zu klären.

Die erste Camperreise beginnt im Prinzip eigentlich schon vor der Abfahrt. Wenn man Fahrzeug und Mietbedingungen passend zur eigenen Route auswählt, muss man unterwegs weniger improvisieren und man kann sich stärker auf das konzentrieren, wofür der Camper gemietet wurde: nämlich flexibel reisen und neue Orte entdecken.