Outdoormesser – Nützliches Utensil für unterwegs

Aktualisiert am: 11.05.2021

Wer viel Zeit in der Natur verbringt, sollte die Anschaffung von einem Outdoormesser in Erwägung ziehen. Sie können in vielen Bereichen eine sinnvolle Hilfe darstellen. Die Hersteller bieten viele Variationen und Zusatzfunktionen an.

Nicht nur Survival-Fans lieben das Outdoormesser, auch Camping-Freunde wissen das Utensil zu setzen. Sogenannte Campingmesser sind genau auf die Bedürfnisse auf einem Campingplatz ausgerichtet. Trotzdem sollte sich jeder Benutzer im Vorfeld darüber im Klaren sein, welche Funktionen er noch zusätzlich benötigt.

Outdoormesser Testsieger* 2022

Bewertung: 5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Schweizer Taschenmesser aus ABS, ideal zum Klettern, Wandern und Campen, Multifunktionsmesser mit 15 Sonderfunktionen, Abmessungen: Höhe 21 mm, Länge 91 mm, Gewicht 97 g

Klappmesser mit mehreren Zusatz-Funktionen: Das Victorinox Taschenmesser Huntsman

ist ein Schweizer Produkt und setzt auf Qualität. Neben einer großen und einer kleinen Klinge befinden sich an diesem Multifunktionsmesser ein Kapselheber, Korkenzieher, Schere, Holzwege, Pinzette und weitere nützliche Utensilien.
Die Kunden erwähnen mehrfach, dass die beiden Messer von Beginn an sehr scharf sind. Auch das Nachschärfen kann problemlos erledigt werden.
Die Zusatzfunktionen werden häufig auch im Alltag benutzt. Die kleineren Messer sind perfekt dafür, um beispielsweise Blisterverpackungen zu entfernen oder Obst und Gemüse zu säubern.
Die meisten Käufer kennen das typische Schweizer Taschenmesser noch aus ihrer Jugend oder Kindertagen. Wenn dieses verloren ging oder nicht mehr auffindbar war, wurde sich genau dieses Modell nachbestellt.
Da 15 verschiedene Werkzeuge sind, deckt das Victorinox Taschenmesser Huntsman ein großes Einsatzgebiet ab. Die Werkzeuge müssen einzeln herausgeklappt werden; einige Käufer empfinden den Klappmechanismus vor allem im Neuzustand etwas schwergängig. Dabei bleibt es nicht aus, dass der ein oder andere Fingernagel beim Kunden abgebrochen wurde.
Einige Kunden berichteten, dass gerade die beiden Messer nicht ewig halten würden. Nach intensivem Gebrauch würden die klingen einfach durchbrechen.
Alles in allem, ein solides Klapptaschenmesser, welches beim Camping und unterwegs hält, was es verspricht.

Vorteile:
  • scharfe Klingen der Messer
  • insgesamt 15 Werkzeuge
  • leicht zu transportieren
  • überall einsetzbar
  • problemlos nachzuschärfen
Nachteile:
  • Einige Werkzeuge lassen sich schwer öffnen

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Schwarzes Outdoormesser mit einer Klingenstärke von 2,5 Millimeter, rostfreier Spezialstahl, Klingenlänge 10,5 Zentimeter, gummierter Griff

Solides Outdoormesser mit Stahlklinge: Das Mora Uni Companion

Outdoormesser überzeugt mit einer extra harten Stahlklinge und einem Griff aus Gummi. Dadurch liegt das Messer in der Anwendung sehr gut in der Hand und kann nicht verrutschen. Selbst bei sehr schmutzigen oder feuchten Händen kann dieses Messer sicher benutzt werden.
Zum Mora Uni Companion Outdoormesser gehört auch eine Messerscheide. Dadurch wird die Messerklinge geschützt und nutzt sich weniger ab. Allerdings bemängelten einige Käufer, dass es sich nur um eine Plastikscheide handeln würde.
Manche Käufer behaupten, dass das Messer nicht wirklich gut in die Messerscheide passen würde. Es passt zwar von den Ausmaßen her genau hinein, aber es würde nicht einrasten. Deshalb ist in manchen Situationen die Sicherheit nicht gegeben.
Viele Kunden bemängelten, dass das Mora Uni Companion Outdoormesser im Auslieferungszustand nicht scharf genug sei. Viele Käufer mussten das Messer erst einmal schleifen. Mit dem richtigen Schleifutensil gelingt dies aber sehr gut und das Outdoor Messer kann sehr scharf geschliffen werden.

Vorteile:
  • Messer kann gut geschärft werden
  • mit Messerscheide
  • über 10 Zentimeter lange Klinge
  • gummierter Griff
Nachteile:
  • passt nicht genau in die Messerscheide

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Outdoormesser mit Buchenholzgriff, Klinge aus Kohlenstoffstahl (Carbon) Klingenlänge 3,5 Zentimeter, Klingenlänge geöffnet 8 cm, Gewicht 4 Gramm

Kleines und sehr leichtes Outdoormesser: Das Opinel Carbon

Outdoormesser ist mit einem Viroblock versehen. Das ist ein Mechanismus, mit der die Klinge feststellbar wird. Dazu muss der silberne Ring zwischen Klinge und Griff gedreht werden.
Der aus Buchenholz gefertigte Griff liegt gut in der Hand. Bei Gebrauch wird das Messer nicht verrutschen und kann zielgerichtet eingesetzt werden. Einige Kunden berichten, dass damit sogar Haselnüsse geschnitzt werden können.
Die Klinge besteht aus Carbon-Stahl. Da dieses Material auf Säure reagiert, können Obst und Früchte nach dem Schneiden schon einmal nach Eisen schmecken. Fruchtsäuren können außerdem Rückstände an der Klinge hinterlassen, die sich nicht mehr entfernen lassen.
Viele Kunden bemängelten, dass es keinerlei Aufbewahrungsmöglichkeiten für das Opinel Carbon Outdoormesser gibt. Das Messer wird in einer einfachen Verpackung geliefert und eine Scheide muss sich der Kunde selbst dazu kaufen.
Die meisten Käufer benutzen dieses Messer als einen klassischen Alltagsbegleiter. Mit seinem geringen Gewicht passt es dabei sehr gut in die Hosentasche und kann auf alle Ausflüge mitgenommen werden.
Alles in allem handelt es sich hier um ein solides Carbon-Outdoormesser, welches seinen Zweck erfüllt.

Vorteile:
  • Klinge aus Carbonstahl
  • leicht zu schärfen
  • geringes Gewicht
Nachteile:
  • nur bedingt für das Schneiden von Lebensmitteln geeignet

Outdoormesser kaufen – Die Unterschiede im Detail

Eines haben alle Outdoormesser gemeinsam: Sie sind in der Hauptfunktion ein Messer und können Dinge durchschneiden. Interessant wird es daher bei den Zusatzfunktionen, die bei jedem Produkt unterschiedlich sind.

Outdoormesser – Diese beiden Arten gibt es

Outdoormesser unterscheiden sich hauptsächlich in der Handhabung. Daher haben sich auf dem Markt diese beiden Arten bewährt:

  • Klappmesser: Der Hauptvorteil besteht darin, dass solch ein Klapp-Outdoormesser sehr klein gefaltet werden kann. Dadurch kann es auch im kleinsten Rucksack verstaut werden. Das Klappmesser kann bequem in der Hosentasche getragen werden und ist für andere Menschen unsichtbar. Das Gewicht ist niedriger als bei anderen Messern. Der Nachteil ist, dass der Klappmechanismus kaputtgehen kann.
  • Messer mit feststehender Klinge: Solche Messer sind in der Regel länger und schwerer als Klappmesser. Werden sie am Körper getragen, sind sie für jedermann ersichtlich. Damit die Klinge nicht abnutzt, sollte das Outdoormesser in einer Messerscheide getragen werden. Ein Messer mit feststehender Klinge ist sofort einsatzbereit und kann mit einer Hand bedient werden.

Aus diesem Material sollte die Klinge bestehen

Da ein Outdoormesser überwiegend im Freien verwendet wird, sollte die Klinge auf jeden Fall rostfrei sein. Daher besteht sie oft aus Stahl.

Um die Korrosionsbeständigkeit zu erhöhen sind hochwertigere Outdoormesser zusätzlich mit Beschichtung versehen. Diese Messer sind dann besonders stabil und schnittfest. Das bedeutet, dass sie länger scharf bleiben und nicht so oft nachgeschliffen werden müssen.

Aus diesem Material sollte der Griff bestehen

Ein Outdoormesser sollte gut in der Hand liegen. Es darf während des Einsatzes auf keinen Fall verrutschen, damit die Verletzungsgefahr minimiert wird.

Um die Gefahr des Verrutschens zu minimieren, bestehen die Griffe aus unterschiedlichen Stoffen. Beliebte Materialien dafür sind:

  • Kunststoff
  • Holz
  • Edelstahl

Damit die Rutschfestigkeit gegeben ist, werden glatte Griff-Oberflächen oftmals zusätzlich mit rauen Materialien überzogen. Diese Überzüge bestehen dann aus einer Gummierung, synthehtischen Stoffen oder Paracord. Das gilt besonders für Outdoormesser, die aus einem Edelstahlstück gefertigt wurden.

Der Schliff der Klinge – diese Möglichkeiten gibt es

Es gibt mehrere Variationen, wie die Klinge geschliffen werden kann. Dabei wird nur eine Seite der Klinge geschärft. Die andere Seite ist stumpf.

  • Einseitiger Schliff: Bei dieser Schliffart gibt es eine absolut gerade Seite der Klinge. Der Vorteil liegt darin, dass auch nur eine Seite geschliffen werden muss. Allerdings hält die Schärfe nicht so lange an. Dafür sind die Schnitte sehr sauber und präzise.
  • Beidseitiger Schliff: Hier werden beide Deiten der Klinge geschärft. Das ist etwas aufwendiger, aber dafür bleibt das Outdoormesser länger scharf. Auch hier sind die Schnitte sauber und präzise auszuführen.
  • Wellenschliff: Die Unterseite der Klinge wird wellenförmig geschliffen. Das Outdoormesser funktioniert eher wie eine Säge. Auch weichere Materialien können durchgeschnitten werden. Allerdings ist das Ergebnis nicht so präzise wie bei einem beidseitigen Schliff. Das Nachschärfen gestaltet sich bei einem Wellenschliff schwieriger als beim Glattschliff.
  • Partieller Wellenschliff: Bei dieser Schliffart handelt es sich um eine Mischung aus einem beidseitigen Schliff und einem Wellenschliff. Dabei befindet sich der Wellenschliff an der Griffseite.

Diese Outdoormesser sind gesetzlich erlaubt

Tatsächlich fallen einige Outdoormesser unter das Waffengesetz. Ob das der Fall ist, entscheidet in erster Linie die Klingenlänge und die Handhabung.

Bei einigen Messerarten ist es auch entscheidend, ob das Messer in der Öffentlichkeit geführt wird oder nicht. Manche Messer dürfen zwar besessen, aber nicht benutzt werden. Der Bußgeldkatalog für das Waffengesetz gibt jederzeit aktuelle Hinweise.

Grundsätzlich kann jedes Messer als Waffe angesehen werden, da es einer dritten Person Verletzungen zuführen kann. Folgende Kriterien müssen Messer erfüllen, damit sie ohne Beanstandung mitgeführt werden dürfen:

  • Die Klinge darf generell nicht länger als 12 cm messen
  • Klappmesser sind erlaubt, wenn für das Öffnen und Feststellen der Klinge beide Hände benötigt werden. Einhandmesser sind damit (auch unabhängig von der Klingenlänge) verboten.

Für Messer kann kein Waffenschein ausgestellt werden, um das legale Führen zu ermöglichen. Ebenfalls können Outdoormesser nicht in eine vorhandene Waffenbesitzkarte eingetragen werden.

Ausnahmen von der Regelung sind möglich, wenn ein berechtigtes Interesse für den Besitz oder die Verwendung des Messers besteht. In diesen Fällen benötigt man jedoch eine Erlaubnis der zuständigen Behörde.

So können Outdoormesser in der Natur nachgeschärft werden

Für das Nachschärfen bieten sich Schleifsteine oder Schleifstäbe an. Beide Zubehörteile unterscheiden sich lediglich in der Form. Zusätzlich gibt es spezielle Messerschärfer, mit denen auch Anfänger gut klarkommen.

Die Stäbe oder Steine bestehen aus Keramik oder sogar Diamant. Die Oberfläche ist mit einer Körnung versehen. Die Einstufung reicht von sehr fein bis sehr grob. Bei einer groben Körnung ist der Materialverlust an der Klinge größer.

Wer einen Schleifstab bevorzugt, sollte darauf achten, dass der Stab länger als die Klingenlänge ist. Nur so kann die gesamte Klinge geschärft werden.

Ein Schleifstein besitzt oftmals mehrere Körnungen an verschiedenen Seiten. Somit hat der Anwender alle Schleifmöglichkeiten in der Hand.

Messerscheide als Zubehörartikel

Messer mit einer festgestellten Klinge – also kein Klappmesser – sollten in einer Messerscheide verstaut werden. Wenn sie nicht beim Kauf zugehörig ist, sollte sie unbedingt zusätzlich erworben werden.

Eine Messerscheide schützt die empfindliche Klinge vor störende Umwelteinflüsse. Das Outdoormesser bleibt längere Zeit scharf.

Messerscheiden sind mit verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten versehen. So können Outdoormesser bequem am Gürtel oder am Stiefel getragen werden.

Alternativprodukte

Wer sich immer noch nicht sicher ist, ob er ein Outdoormesser benötigt, kann sich bei den Alternativprodukten umschauen. Manchmal handelt es sich aber lediglich nur eine andere Bezeichnung für das Outdoormesser.
  • Angelmesser: Bei diesen Messern wird der Griff zu einer Aufbewahrungsbox. Dort können bequem Angelhaken, Köder und diverse andere Utensilien untergebracht werden. Die Klingen sind besonders für das Ausnehmen der Fische konzipiert.
  • Pilzmesser: Am Griffende sind bei diesem Messer Naturborsten angebracht. So können die Pilze direkt an Ort und Stelle gesäubert werden.
  • Jagdmesser: Solche Messer sind so konzipiert, dass das Zerlegen von Wild waidgerecht abseits der Zivilisation durchgeführt werden kann. Häufig betragen die Klingenlängen mehr als 12 Zentimeter. Dadurch ist das Tragen in der Öffentlichkeit verboten.
  • Multitool: Bei solchen Messern steht nicht nur das Schneiden im Vordergrund. Am Griff sind weitere nützliche Werkzeuge angebracht. Das sind in den meisten Fällen Flaschenöffner, Scheren, Kneifzangen, Sägen und andere komfortable Utensilien.