Auffahrkeile Wohnmobil – für eine gerade Ausrichtung des Campers

Aktualisiert am: 18.10.2020

Damit das Camping mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen zu einem sicheren und freudvollen Erlebnis wird, ist beim Abstellen des Campers auch auf einen geraden Stand zu achten.

Da die meisten Campingplätze einen eher unebenen Untergrund aufweisen, bieten Auffahrkeile für das Wohnmobil die optimale Lösung zum Höhenausgleich. Wie Auffahrkeile für das Wohnmobil zu nutzen sind und welche Unterschiede und Alternativen es gibt, gehen wir in diesem Ratgeber nach.

Auffahrkeile für Wohnmobile Testsieger 2020:

Fiamma Auffahrkeile Kit Level Up

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Stufenkeile mit drei Stufen, inklusive Tasche, Belastbarkeit: 5 Tonnen pro Rad, Maße: 57 x 20 x 13 cm

Sicherer Stand auf jedem Untergrund: Das Fiamma Auffahrkeile Kit Level Up

besteht aus zwei Auffahrkeilen und einer praktischen Tasche zum Verstauen. So sind die Keile auch bei Nichtbenutzung immer gut gelagert und können während der Fahrt nicht einzeln im Wohnmobil umherrutschen.
Die Bewertungen und Rezensionen bisheriger Kunden zeigen, dass die Keile des Fiamma Auffahrkeile Kit Level Up einfach zu handhaben sind und auch qualitativ überzeugen. Der besonders robuste Kunststoff, aus dem die Keile gefertigt sind, trägt auch schwere Freizeitmobile problemlos.
Dank der Stufenform der Fiamma Auffahrkeile Kit Level Up können stufenweise Höhenunterschiede und Unebenheiten von bis zu 13 cm ausgeglichen werden. Dies garantiert, dass im Inneren des Campers alles an seinem Platz bleibt und ermöglicht einen auch einen ruhigen Schlaf.
Durch ihre Abmessungen sind die Auffahrkeile von Fiamma für Reifenbreiten von bis zu 20 cm geeignet. Einige Nutzern berichten davon, dass auch mit 215er Reifen das Befahren kein Problem und ein sicherer Stand gewährleistet ist. Damit eignen sich die Fiamma Auffahrkeile Kit Level Up für einen Großteil der gängigen Freizeitmobile.
Lediglich auf steinigem Untergrund zeigen die Auffahrkeile von Fiamma leichte Schwächen, da sich die Lamellen am Untergrund der Keile relativ leicht verbiegen lassen. Berücksichtigt man dies bei der Wahl des Standorts seines Wohnmobils, sind die Auffahrkeile aber zu empfehlen.

Vorteile:
  • Mitgelieferte Tasche zum Verstauen
  • Leichtes, dennoch robustes Material
  • Auch auf durchnässtem Untergrund nutzbar
  • Belastbar bis 5 t pro Rad

Nachteile:
  • Nicht für steinigen Untergrund geeignet
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Auffahrkeile Wohnmobil kaufen – wozu braucht man sie?

Am Campingurlaub reizen die meisten Menschen die Nähe zur Natur und die Flexibilität, nicht nur an einen Ort gebunden zu sein. Da es sich bei den meisten Campingplätzen um natürliche Rasen-, Erd- oder Waldflächen handelt, ist es selbstredend, dass der Untergrund dabei nicht exakt eben ist.

Um zu vermeiden, dass durch einen geneigten Stand des Wohnmobils das Interieur sich während des Urlaubs verselbstständigt und nicht an seinem Platz bleibt, können Auffahrkeile für das Wohnmobil genutzt werden.

Zwar verfügen Wohnmobile und Wohnwagen über entsprechende Stützen, diese dienen allerdings lediglich der Abstützung im Stand. Das Wohnmobil bzw. den Wohnwagen ausrichten sollte man damit aber nicht, da sich der Korpus und Rahmen des Fahrzeugs dadurch verziehen können. Im schlimmsten Fall entstehen Beschädigungen am Rahmen, durch die Wasser und Feuchtigkeit eindringen können.

Um den Wohnwagen zu nivellieren, also exakt eben ausrichten zu können, sind daher Auffahrkeile für das Wohnmobil gefragt. Dabei handelt es sich um einfache Keile, die mit dem Campingfahrzeug befahren werden können. Dadurch lässt sich eine exakte Ausrichtung des Campers erreichen.

Die Keile selbst bestehen dabei meist aus hartem Kunststoff, welcher für eine Last von mehreren Tonnen ausgelegt ist. Ein Keilset besteht aus zwei unabhängigen Auffahrkeilen, die entweder mit einer oder beiden Radseiten befahren werden können. Sie sind auch erhältlich unter den Bezeichnungen:

  • Unterlegkeile Wohnmobil
  • Nivellierkeile Wohnmobil
  • Ausgleichskeile Wohnmobil

Der Begriff „Unterlegkeile Wohnmobil“ ist dabei etwas missverständlich, da es sich hierbei im eigentlichen Sinne um Bremskeile handelt, die nicht befahren werden, sondern den Camper gegen ein wegrollen sichern sollen. Umgangssprachlich wird dieser Begriff dennoch auch häufig als Synonym für Nivellierkeile oder Ausgleichskeile für das Wohnmobil verwendet.

Unterschiede bei Auffahrkeilen für das Wohnmobil

Auffahrkeile für das Wohnmobil gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Die Modelle unterschieden sich nach:

  • Stufenkeile für das Wohnmobil: Diese Art der Auffahrkeile verfügt über meist 3 verschiedene Stufen, die befahren werden können. Der Vorteil von Stufenkeilen für das Wohnmobil besteht darin, dass die einzelnen Stufen eben sind und der Camper dadurch weniger leicht wegrollen kann. Allerdings kann eine Nivellierung des Wohnwagens nur stufenweise erfolgen. Liegt die exakt ebene Stellung des Campers zwischen diesen Stufen, muss mit einer ganz leichten Schräglage des Wohnmobils gerechnet werden.
  • Rundkeile für das Wohnmobil: Bei Rundkeilen für das Wohnmobil kann eine stufenlose Nivellierung erfolgen. Die Keile verfügen über eine abgerundete Auffahrfläche, die sich daher auch problemlos befahren lässt. Durch die Rundung sollten die Räder allerdings gegen ein Wegrollen zusätzlich mit Bremskeilen gesichert werden.
  • Schrägkeile für das Wohnmobil: Im Gegensatz zu Rundkeilen sind Schrägkeile für das Wohnmobil nicht abgerundet, sondern verfügen über eine angeschrägte Auffahrfläche. Diese lässt sich ebenfalls leicht befahren und eine stufenlose Nivellierung ist möglich. Allerdings ist auch ein Abrollen der Räder die Schräge hinunter nicht auszuschließen, weshalb zusätzliche Bremskeile auch hier Sinn ergeben.

Nicht nur in ihrer Bauart sondern auch in der Wahl des Materials unterscheiden sich die erhältlichen Auffahrkeile. Als Material sollte ein besonders robustes, tragfähiges und stabiles Material verwendet werden.

Einige Camper kommen auf die Idee, sich selbst Auffahrkeile aus Holz zu fertigen, um die Investitionskosten zu vermeiden. Allerdings ist Holz ein eher ungeeignetes Material für Auffahrkeile, da es relativ schnell kaputt geht, witterungsanfällig ist und zudem relativ schwer.

Am häufigsten werden robuste Kunststoffe als Material für Auffahrkeile genutzt. Diese sind witterungsbeständig, stabil und zudem dank des geringen Gewichts leicht zu transportieren.

Für Wohnmobile bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht sind diese in der Regel ausreichend. Wer ein schweres Wohnmobil besitzt, der sollte besser Modelle aus Edelstahl nutzen.

Neben den verschiedenen Arten und dem verwendeten Material unterscheiden sich Auffahrkeilen auch in ihrer Breite, Höhe und der Größe sowie der maximalen Belastbarkeit der Auffahrkeile. Was beachtet werden muss, um die passenden Auffahrkeile für das eigene Wohnmobil zu finden, darauf gehen wir im nächsten Abschnitt ein.

Die passenden Auffahrkeile finden – worauf achten?

So verschieden die einzelnen Modelle von Wohnmobilen und Wohnwagen sind, so unterschiedlich sind auch die Ausführungen der Auffahrkeile. Um die optimalen Auffahrkeile für das eigene Wohnmobil zu finden, sollten folgende Dinge beachtet werden:

  • Belastbarkeit: Die Belastbarkeit der Auffahrkeile ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl. Die maximale Belastbarkeit sollte etwas über dem Achsgewicht des Campers liegen, an dem die Auffahrkeile genutzt werden sollen. Zu bedenken ist dabei nicht nur das Leergewicht, sondern auch zusätzliches Gewicht durch Interieur, Gepäck und Personen im Wohnmobil.
  • Breite: Die Breite der benötigten Auffahrkeile ist in erster Linie abhängig von der Breite der montierten Reifen. Diese dürfen nicht breiter sein als die Auffahrkeile selbst. Ist die Breite der Auffahrkeile zu gering, können durch eine Fehlbelastung Schäden an den Reifen entstehen. Spätestens bei der nächsten Fahrt mit dem Wohnmobil wird dies zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko. Sind Zwillingsreifen am Wohnmobil oder Wohnwagen montiert, sollte auf zwei Auffahrkeile pro Achsseite zurückgegriffen werden.
  • Höhe: Die Höhe der Auffahrkeile ist bei allen Herstellern immer angegeben. Sie bezeichnet den maximal auszugleichenden Höhenunterschied zwischen Boden und Reifen. Grundsätzlich gilt: Je höher, desto besser, da sich damit in deutlich mehr Geländevariationen Höhenunterschiede ausgleichen lassen. Die Herstellerangaben beziehen sich dabei immer auf die oberste Spitze der Keile. Da diese Maximalhöhe kaum ausgenutzt werden kann, sollten bei der Planung immer 1-2 cm Toleranz abgezogen werden.
  • Größe: Aus der Breite und der Höhe der Auffahrkeile ergibt sich die gesamte Größe der Auffahrkeile. Diese bringt natürlich auch ein entsprechendes Gewicht mit sich. Die Größe der Auffahrkeile sollte so gewählt werden, dass sie für die Reifen des eigenen Wohnmobils ausreichend sind, gleichzeitig aber nicht unnötig viel Platz beim Transport einnehmen.

Auffahrkeile Anwendungszwecke – so werden Auffahrkeile richtig genutzt

Um mit Auffahrkeilen das Wohnmobil möglichst gerade auszurichten, sollten folgende Tipps berücksichtigt werden:

  • Möglichst ebene Fläche suchen: Um den Wohnwagen oder das Wohnmobil möglichst gerade hinzustellen, sollte im Vorfeld ein möglichst ebener Standplatz gesucht werden. Je ebener dieser ist, desto geringer ist der Höhenunterschied, der mit den Auffahrkeilen ausgeglichen werden muss.
  • Am besten zu zweit: Die korrekte Ausrichtung des Wohnwagens oder Wohnmobils lässt sich am besten zu zweit durchführen. Während eine Person das Fahrzeug langsam und vorsichtig auf die Keile fährt und dabei die Wasserwaage im Wohnmobil im Blick hat, kontrolliert die zweite Person von außen, dass die Auffahrkeile nicht überfahren werden.
  • Nicht über die Keile fahren: Wie bereits erwähnt, sollte ein Überfahren der Keile unbedingt vermieden und dies durch eine zweite Person von außen kontrolliert werden. Werden die Auffahrkeile überfahren, so kann es zu Beschädigungen nicht nur der Keile selbst, sondern auch der Reifen oder gar der Radkästen kommen. Vor allem die Reifen dürfen auf keinen Fall beschädigt werden, da diese sonst in der Fahrt ein enormes Sicherheitsrisiko darstellen würden.
  • Pro Reifen ein Keil: Dieser Tipp ist vor allem bei Campern mit Zwillingsreifen zu beachten. Dafür gibt es gute Gründe: Wird nur ein Reifen auf einen Auffahrkeil gefahren, so werden dieser und der Keil selbst doppelt so stark beansprucht. Außerdem gibt der Reifen deutlich stärker nach, wodurch die maximale Höhe des Keils zur Niveauregulierung nicht genutzt werden kann. Hinzu kommt, dass das Wohnmobil einen deutlich unsicheren Stand hat und dadurch mehr schaukeln kann.

Auffahrkeile für Wohnmobile Platz 2-3

Froli Stufenkeil XL 2er Set

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Belastbarkeit: 5 t pro Rad, Abmessungen: 235 x 575 x 150mm, im 2er Set, Gewicht ca. 2,5 kg

Für fast jeden Untergrund: Das Froli Stufenkeil XL 2er Set

kann vor allem dank seiner enormen Tragkraft von 5 t pro Reifen überzeugen. Selbst Besitzer von Fahrzeugen mit einem Gewicht von über 3,5 t treffen mit diesen Auffahrkeilen also eine gute Wahl.
Dank der Breite von 235mm bieten das Froli Stufenkeil XL 2er Set genügend Platz, um diese auch mit Fahrzeugen mit einer breiteren Bereifung zu befahren. Die Maximalhöhe von 150mm sorgt dafür, dass auch größere Unebenheiten problemlos ausgeglichen werden können.
Andere Nutzer bezeichnen neben der hohen Tragkraft auch die Auswahl des Materials als sehr gut, da der verwendete Kunststoff besonders robust ist. Dank der Konstruktionsweise gibt es kaum einen Untergrund, auf dem das Froli Stufenkeil 2er Set nicht eingesetzt werden kann. Trotz der offen gehaltenen Unterseite lassen sich Schmutz und Dreck und sogar Schnee und Eis sehr leicht entfernen.
Einzig negativ muss erwähnt werden, dass die Keile lediglich über zwei Stufen verfügen. Liegt die waagerechte Position des Wohnmobils zwischen diesen Stufen, ist ein vollständig exaktes Nivellieren nicht möglich.

Vorteile:
  • Belastbar bis 5 t pro Rad
  • Robustes Material
  • Auf nahezu jedem Untergrund einsetzbar

Nachteile:
  • Nur zwei Stufen
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Fiamma Auffahrkeil Level System Magnum

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Eigenschaften: Belastbarkeit: 8 Tonnen pro Achse, UV-beständiges Polyethylen, Höhe: 9 cm, Breite: 20 cm, Schrägkeil

Für besonders hohe Belastungen: Das Fiamma Auffahrkeil Level System Magnum

kann insbesondere dank seiner hohen Belastbarkeit von bis zu 8 t pro Achse überzeugen. Damit haben auch Besitzer von Wohnmobilen über der 7,5t-Marke keine Probleme beim Niveauausgleich auf dem Campingplatz.
Die Schrägkeile des Fiamma Auffahrkeil Level System Magnum sorgen dafür, dass eine stufenlose Niveauregulierung möglich ist. Mit einer Höhe von 9 cm eignen Sie sich für die allermeisten Unebenheiten, die auf Campingplätzen üblicherweise auftreten können.
Allerdings berichten einige Nutzer davon, dass die Keile bei starken Unebenheiten der Auflageflächen auf dem Boden schnell brechen können. Das Material scheint hier nicht optimal gewählt zu sein. Um ein Brechen der Keile zu vermeiden, kann der Untergrund mithilfe eines Klappspatens vorher begradigt werden.
Dank der Querverstrebungen an der Unterseite kann das Fiamma Auffahrkeil Level System Magnum auch auf weicheren oder nassen Böden genutzt werden, ohne durch das Gewicht des Wohnmobils einzusacken. Mit gut 1,3 kg haben die Keile ein angenehmes Gewicht, welches bei der Beladung des Wohnmobils keine Probleme bereitet.

Vorteile:
  • Belastbarkeit: 8 Tonnen pro Achse
  • Niedriger Anschaffungspreis
  • Stufenlose Niveauregulierung
  • Geringes Gewicht (1,3 kg)

Nachteile:
  • Geringe Höhe
  • Leicht brechendes Material
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Alternativprodukte

Wer vom Nutzen der Auffahrkeile noch nicht überzeugt ist, aber dennoch nicht auf ein gerade stehendes Wohnmobil verzichten möchte, dem stehen auch folgende Alternativen zur Niveauregulierung zur Verfügung:

  • Luftkissen/Hydraulikkissen Wohnmobil: Besonders für Neu-Camper ist das Befahren der Auffahrkeile oft eine große Herausforderung. Mit einem Luftkissen bzw. Hydraulikkissen kann man sich diese Rangierarbeit sparen. Es wird im nicht aufgeblasenen Zustand auf den Boden gelegt. Der Fahrer fährt nun mit den Reifen auf das Kissen. Steht das Wohnmobil, wird das Luft- bzw. Hydraulikkissen aufgepumpt, bis der vorhandene Höhenunterschied ausgeglichen ist.
  • Multifunktionsplatten Wohnmobil: Auch Multifunktionsplatten eignen sich zur Nivellierung des Wohnmobils. Diese werden in gewünschter Höhe übereinandergelegt. Anschließend kann man genau wie bei einem Stufenkeil darauf fahren, bis die exakte Position erreicht ist.
  • Multifunktionspads Wohnmobil: Multifunktionspads ähneln den Multifunktionsplatten und funktionieren nach dem gleichen Prinzip: in gewünschter Höhe auslegen und anschließend befahren.
  • Hubstützen Wohnmobil: Auch mit Hubstützen kann die Niveauregulierung des Wohnmobils entsprechend vorgenommen werden. Diese an einer geeigneten Stelle am Unterboden des Fahrzeugs aufgestellt und anschließend per Hydraulik hochgefahren. Der Vorteil hierbei: Die Reifen werden entlastet und können somit länger halten.

Bildquelle Header: Camper leveling yellow block in use. Leveler ramp chock blocks for rv travel trailer. Accessories for motorhome. © Depositphotos.com/Anetlanda
Letzte Aktualisierung am 28.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API